Windows Server Summit | Zusammenfassung und Ausblick
Und was fange ich jetzt mit all den Neuigkeiten an?
Mit Windows Server 2025 hat sich wieder einiges unter der Haube getan. Nun beginnt wahrscheinlich das übliche Gedankenkarussell -
- Brauchen wir es wirklich/welche echten Mehrwerte hat es für uns?
- Was kostet es uns?
- Welche Zusatzkosten entstehen (bspw. Ablösung von Hardware)?
- usw.
Diese Fragen muss jede(r) grundsätzlich für sich selbst beantworten. Die folgenden Szenarien sollen dabei helfen, Mehrwerte zu identifizieren und so seine persönliche Kosten-/Nutzen-Rechnung aufstellen zu können.
Selektiver Einsatz von Windows Server 2025
Wenn vielleicht erst kürzlich Windows Server 2022 ohne Software Assurance für das Rechenzentrum angeschafft wurde, stellt sich unweigerlich die Frage, ob ein erneutes Upgrade sinnvoll ist, da ja wiederum alle physikalischen Hosts lizenziert werden müssten.
Es gibt hierfür zwei Möglichkeiten - die neue Pay-as-you-go-Lizenzierung oder die schon mit Windows Server 2022 eingeführte Möglichkeit, einzelne VM zu lizenzieren. Hierbei müssen für jede VM mindestens 8 virtuelle Kerne lizenziert werden.
Auf diese Weise kann Windows Server 2025 selektiv zum Einsatz kommen - bspw. für die Bereitstellung neuer Domänencontroller, um die neuen LAPS-Funktionen einsetzen zu können.
Ablösung klassischer Dienste
Typischerweise kommen in Unternehmen Dienste wie bspw. ein Dateiserver oder die Windows Server Update Services zum Einsatz. Diese belegen i.d.R. sehr viel Speicherplatz und unterstützen keine native Hochverfügbarkeit. Gerade für Dateidienste kann diese Einschränkung kritisch sein. Und WSUS ist per se kein Dienst, der für seine Stabilität bekannt ist.
Mithilfe von Azure Files und Azure Update Manager lassen sich diese beiden Dienste durch moderne Ansätze zur Bereitstellung und Verwaltung ablösen. Und darüber hinaus gibt es mit Azure Arc viele weitere Ansätze zur Anreicherung der IT-Infrastruktur mit Cloud-Diensten!
Auslagerung und Modernisierung von Applikationen
Ein typisches Szenario:
"Anwendung X läuft langsam! Bestimmt hat der Datenbankserver zu wenig Hardware!" "OK, wir rüsten mal wieder auf..." Ergebnis: der Datenbankserver langweilt sich 90% der Zeit und 10% kämpft er mit schlecht geschriebenen Abfragen.
Mit Azure Migrate lassen sich Applikationen und deren Backends kostenlos analysieren und bewerten, so dass die geeigneten Rahmenbedingungen für eine Transformation in die entsprechenden Cloud-Dienste geschaffen werden können - bspw. Azure App Service für Web-Applikationen und Azure SQL Database für MSSQL-basierte Anwendungen).
Das kann auch dann hilfreich sein, wenn Ihr Unternehmen gerade vor der Frage steht, wie es mit dem eigenen Rechenzentrum weitergeht -
- Wie viele neue Server benötigen wir?
- Sollen die VMware-Lizenzen noch einmal verlängert werden?
- Können wir die Kosten etwas senken/optimieren?
Fazit
Die vorgenannten Punkte zeigen, dass man mittlerweile sehr viel Flexibilität genießt. Man muss sein Rechenzentrum nicht komplett in die Cloud verschieben, sondern kann selektiv entscheiden, was für das Unternehmen vorteilhaft ist. Man ist auch nicht mehr gezwungen, die klassischen (und oftmals sehr teuren) Wege der Lizenzierung zu gehen. Auch hier sind mittlerweile flexible Modelle möglich und nutzbar.
Der hybride IT-Ansatz wird uns auf jeden Fall noch die nächsten Jahre begleiten! Windows Server 2025 unterstützt dies durch neue Funktionen und erweiterte Flexibilität.
Weitere Informationen
Übersicht aller Artikel: Windows Server Summit - kurz und knackig!
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