Windows Server Summit | Hyper-V

Wir verwenden VMware schon seit Jahren. Hyper-V oder andere Lösungen können da nicht mithalten.

Dieser Artikel soll kein weiterer "weg von VMware"-Rant werden. Aufgrund der Entwicklungen rund um Broadcom und die durchaus als fragwürdig einzuschätzende Lizenzpolitik mag ein Blick nach links und rechts jedoch einmal sinnvoll sein. 🤔

Microsoft stellt mit Hyper-V eine leistungsfähige Virtualisierungs-Plattform bereit, die in Windows Server inkludiert ist und auch als Grundlage für Azure dient. Für den vollständigen Lizenzumfang muss man zwar die Datacenter-Edition verwenden, diese haben mittlere bis große Unternehmen in Regelfall aber ohnehin im Einsatz, wenn ein Cluster (egal von welchem Hersteller) betrieben wird.

Was hat sich nun mit Windows Server 2025 getan? Hier ein kleiner Überblick über einige wichtige Rahmenparameter und Neuerungen. Für diejenigen, die sich mit Hyper-V noch nicht auskennen, sei das offizielle Video sehr empfohlen, da hier einmal die Architektur von Hyper-V im Detail gezeigt wird (siehe den Link unter "Weitere Infos").

Skalierbarkeit

Seit Windows Server 2022 gelten die folgenden Rahmenbedingungen:

  • Hosts: max. 2048 logische Prozessoren, max. 4 PB RAM
  • Virtuelle Maschinen (Angaben pro VM): max. 2048 virtuelle Prozessoren, max. 240 TB RAM
  • Cluster: max. 64 Knoten, max. 8000 VM (16 Knoten mit HCI-Speicher)

Neuerungen

Dynamischer Prozessor-Kompatibilitätsmodus

Hyper-V ermöglicht die Verwendung unterschiedlicher Prozessoren innerhalb eines Clusters. Frühere Versionen von Windows Server führten einen statischen Normalisierungsprozess durch, d.h. es wurden viele CPU-Befehlssätze pauschal entfernt.

Windows Server 2025 analysiert dynamisch die Funktionen der Prozessoren in einem Cluster und aktiviert automatisch die optimale Kombination der möglichen Befehlssätze für eine virtuelle Maschine.

Performanceverbesserungen bei Live-Migrationen

Live-Migrationen sind das Pendant zu vMotion-Migrationen bei VMware und ermöglichen das Verschieben einer VM und/oder deren virtuellen Festplatten zwischen Clusterknoten und/oder Speichersystemen im laufenden Betrieb.

Solche Migrationen sollen durch Optimierungen des Prozesses sowie eines verbesserten Einsatzes von Protokollen wie SMB Direct und RDMA nun doppelt so schnell ablaufen.

Um den Prozess noch weiter zu beschleunigen, wurde eine verbesserte Logik für die Auswahl des Live Migrations-Netzwerks in Windows Server 2025 implementiert. Dies wird im Detail im Video erklärt (siehe den Link unter "Weitere Informationen").

GPU-Partitionierung

Bei Bedarf können physikalische Grafikkarten des Hostsystems für virtuelle Maschinen bereitgestellt werden, um darauf grafikintensive Anwendungen ausführen zu können. Dies funktioniert bereits seit längerem.

Mit Windows Server 2025 wird es nun möglich sein, die GPU in Partitionen aufzuteilen und somit mehreren VM Rechenleistung zuzuteilen. Des Weiteren unterstützt die Live-Migration auch die Migration der GPU-Partition auf einen anderen Host. Allerdings müssen dann alle Hosts die gleiche (unterstützte) Hardware verwenden.



Weitere Informationen

Offizielles Video: Windows Server Hyper-V architecture, features, GPUs, and more! - Windows Server Summit