Zusammenführung von Microsoft 365-Mandanten - ein Wegweiser

Mittlerweile sind Microsoft 365-Dienste weit verbreitet. Sehr viele Unternehmen - egal ob klein oder groß - nutzen eine oder mehrere der verfügbaren Apps, beispielsweise Exchange Online, Teams, OneDrive for Business oder SharePoint Online. Der "Blumenstrauß" an verfügbaren Diensten und Apps ist natürlich noch sehr viel größer.

Nun bleibt die Welt natürlich nicht stehen, sondern dreht sich immer weiter. Und auch gefühlt immer schneller. Unternehmen schauen, wie sie mit der Entwicklung Schritt halten können. Manchmal kommen sie zu dem Schluss, dass es allein nicht mehr funktionieren kann.

Zusammen sind wir stärker!

Daher sucht man sich Verstärkung. Diese kann ganz unterschiedlich ausfallen, die folgende Liste nennt einige Beispiele:

  • Partnerschaft mit anderen Unternehmen. Typischerweise ein Unternehmen in der gleichen Branche, allerdings mit einem anderen (nicht konkurrierenden) Leistungsschnitt.
  • Beitritt zu einer Unternehmensgruppe. Typischerweise arbeitet die Gruppe in der gleichen Branche, jedoch kann die Ausrichtung eine ganz andere sein.
  • Zusammenschluss mit einem anderen Unternehmen. Typischerweise ein Unternehmen in der gleichen Branche und mit ähnlichen Leistungsschnitten, alternativ auch ergänzenden Leistungsschnitten.

Dadurch entsteht unweigerlich irgendwann die Frage:

Was machen wir eigentlich mit unseren unterschiedlichen IT-Infrastrukturen?

Historisch gewachsen - Optimierung notwendig

Jedes Unternehmen bringt ganz unterschiedliche Aspekte ein - unterschiedliche Prozesse, Systeme, Architekturen, Komponenten, usw. Selbst in Microsoft 365 kann die Nutzung komplett unterschiedlich ausfallen. Daher entsteht irgendwann normalerweise der Wunsch nach einer Standardisierung und Homogenisierung. Dies wird vor allem durch die folgenden Kriterien getrieben:

  • Der IT-Betrieb soll kosteneffektiv und effizient sein.
  • Die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden soll möglichst einfach und ohne technische Hürden oder gar Krückenlösungen funktionieren.
  • Alle Mitarbeitenden sollen auf die gleichen zentralen Systeme zugreifen und nicht für jeden Bereich ein eigenes System genutzt werden.

Je nachdem, was die Unternehmen so alles in die "Ehe" eingebracht haben, kann der Prozess einer Homogenisierung sehr komplex und langwierig werden. Er bietet jedoch auch Chancen, Altlasten loszuwerden und gemeinsam auf moderne Technologien zu wechseln.

Ein typischer Aufbau bei Unternehmen, die sich entschlossen haben, zusammenzuarbeiten:

  • Klassische lokale Infrastruktur
  • Synchronisation von Objekten aus Active Directory
  • Nutzung unterschiedlicher Systeme und Apps für die gleichen Zwecke
  • Unterschiedliche Ausprägung der Nutzung von Microsoft 365-Diensten

Zusammenführung von Infrastrukturen - aber richtig!

Ein erster Schritt kann die Zusammenführung der Microsoft 365-Umgebungen der einzelnen Unternehmen sein. Microsoft 365 stellt üblicherweise die Kernfunktionen für die Zusammenarbeit im Unternehmen und mit anderen Unternehmen dar. Daher entsteht hier meistens der größte Unmut, wenn Dinge nicht (mehr) so funktionieren wie bisher oder zusätzliche Schritte unternommen werden müssen, um mit Kollegen zusammenzuarbeiten.

Ich habe bereits einige solcher Integrationen geplant und umgesetzt. Die Erfahrungen aus diesen Projekten möchte ich hier einmal als Artikelserie bereitstellen. Dies soll es Euch ermöglichen, Eure Projekte entsprechend effizient zu planen und einige Stolpersteine gekonnt zu umgehen. 😉



Zu den Artikeln (geplant, Themen können sich noch ändern!):

Teil 1: Warum überhaupt eine Integration?

Teil 2: Möglichkeiten, Inhalte und Abgrenzung

Teil 3: Administration der Umgebung

Teil 4: Projektorganisation und Kommunikation

Teil 5: Organisatorische und rechtliche Fallstricke

Teil 6: Auswahl der Migrationslösung

Teil 7: Technisches Zieldesign

Teil 8: Abholen, abholen, abholen!

Teil 9: Migrationsvorgehen

Teil 10: Vorbereitung der Organisationen

Teil 11: Einrichtung der Migrationslösung

Teil 12: Durchführung der Migration

Teil 13: Unterstützung der Mitarbeitenden

Teil 14: Übergabe an den Betrieb

Teil 15: Was haben wir gelernt?



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