Windows Server Summit 2026 | Teil 10: Von der Planung bis zur Ausführung: Windows Server-Funktionsaktualisierungen

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Im vorherigen Artikel ging es um cloudbasierte Möglichkeiten, Windows Server zu migrieren oder die darauf bereitgestellten Anwendungen serverlos bereitzustellen. Einige Unternehmen können oder wollen jedoch nicht ihre Server in die Cloud migrieren. Dies kann technische Gründe haben, aber auch aus Sicherheits- oder Compliance-Erwägungen erfolgen.

Diese Unternehmen haben jedoch auch Möglichkeiten, ihre Serverlandschaft auf den neuesten Stand zu bringen und zu halten. In diesem Artikel geht es darum, wie klassische Server ohne großen Aufwand auf neue Versionen aktualisiert werden können.

Der klassische Ansatz

Viele Unternehmen gehen nach wie vor den Ansatz einer klassischen Migration - es wird ein neuer Server aufgesetzt und der darauf laufende Dienst bzw. die Anwendung umgezogen. Je nach Szenario erfordert dies jedoch sorgfältige Planung, Ausfallzeiten, Benutzerkommunikation, usw. Ganz zu schweigen von Fehlern, die nach der Aktualisierung auftreten können. Dies sorgt dafür, dass Unternehmen die Migration oft bis zum letztmöglichen Zeitpunkt hinauszögern oder gar das System bis über das Ende der Herstellerunterstützung hinaus betreiben.

Direkte Aktualisierung

Die direkte Aktualisierung ist bereits vom Windows Client-Betriebssystem bekannt und funktioniert dort bereits seit vielen Jahren ohne nennenswerte Probleme. Endgeräte können (sofern die Hardware das neue Betriebssystem unterstützt) direkt auf eine neue Betriebssystem-Version aktualisiert werden. Dies funktioniert über mehrere Verfahren:

  • Manuelle Installation von einem Installationsmedium
  • Windows Update
  • Verwendung einer Softwareverteilung/Intune

Auch bei Server-Betriebssystemen ist die direkte Aktualisierung mittlerweile ausgereift und funktioniert schon seit vielen Jahren. Unternehmen nutzen diese jedoch üblicherweise nicht, weil sie der Funktionalität misstrauen. Spätestens mit Windows Server 2025 sollte dies jedoch ein Ende haben!

Mit Windows Server 2025 kann man bis zu vier Aktualisierungen zu einer zusammenfassen - es ist eine direkte Aktualisierung von Windows Server 2012 R2 zu Windows Server 2025 möglich!

Versionen

Windows Server 2012 R2 --> Windows Server 2016 --> Windows Server 2019 --> Windows Server 2022 --> Windows Server 2025

Und mittlerweile unterstützen fast alle Serverrollen die direkte Aktualisierung (für eine Übersicht, siehe hier: Windows Server Upgrade - eine Übersicht). Und jetzt kommt eine spannende Installationsvariante auch für Windows Server hinzu!

Direkte Aktualisierung mittels Windows Update

Vor einiger Zeit waren direkte Aktualisierungen mittels Windows Update schon in den Medien. Damals hatte Microsoft versehentlich die Funktion freigeschaltet und so konfiguriert, dass Server automatisch eine Aktualisierung durchführten.

Dies hat Microsoft mittlerweile korrigiert und gibt nun die Funktionalität mit der Aktualisierung von April 2026 als Opt-In-Verfahren (Registry-Wert) erneut frei. Somit lassen sich Server nun genauso wie Endgeräte bequem über Windows Update aktualisieren! Unternehmen, die weiterhin mehr Kontrolle wünschen, müssen nicht befürchten, dass ihre Server sich selbst aktualisieren. Es können weiterhin die vorhandenen Lösungen genutzt werden.

Nächste Server-Version: Rückkehr zu vorheriger Version

Bei Windows Client-Betriebssystemen kann man nach einer direkten Aktualisierung für bis zu 10 Tage auf die vorherige Version zurückkehren. So lassen sich alle Anwendungen komfortabel unter der neuen Version testen und im Falle von Problemen kann das Endgerät auf eine funktionierende Version zurückgerollt werden.

Diese Funktionalität kommt mit der nächsten Server-Version auch in Windows Server an! Somit lassen sich auch hier Anwendungen für einen begrenzten Zeitraum unter der neuen Version testen. Werden Probleme festgestellt, kann auf die letzte funktionierende Server-Version zurückgerollt werden. Das dürfte einer direkten Aktualisierung weiter den Schrecken nehmen.



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